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Ansichten eines Clowns

Heinrich Böll und der deutsche Film
Reihe: Zum hundertsten Geburtstag von Heinrich Böll17.10.2017, Frankfurt/Main

Zum Film:

BRD 1975. Regie: Vojtěch Jasný unter Mitarbeit von Heinrich Böll
D: Helmut Griem, Eva Maria Meineke, Hanna Schygulla. 111 Min. 35mm.

Ende der fünfziger Jahre verlässt Hans Schnier, Sohn einer reichen rheinischen Industriellenfamilie, das Elternhaus, um mit Marie Derkum, Tochter eines Kioskbesitzers, zusammenzuleben. Er zieht mit ihr fünf Jahre von Hotel zu Hotel und verdient seinen Lebensunterhalt mit Auftritten als Pantomime. Doch die Perspektivlosigkeit des weder standesamtlich noch kirchlich beglaubigten Zusammenlebens veranlasst Marie, die Beziehung zu beenden und einen Jugendfreund zu heiraten, der eine Karriere als katholischer Spitzenfunktionär gemacht hat. Der Film beschreibt die letzten Stunden des seelisch, künstlerisch und beruflich gescheiterten Clowns.

Heinrich Böll und der deutsche Film

Heinrich Bölls hundertster Geburtstag ist Anlass für die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, gemeinsam mit dem Kino des Deutschen Filmmuseums, ausgewählte Verfilmungen von Böll-Romanen zu präsentieren und Heinrich Böll und den „neuen deutschen Film“ der 60er und 70er Jahre in den Blick zu nehmen. Dazu haben wir jeweils ausgewiesene Böll- und Filmexpert/innen eingeladen. Die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Konventionen der Nachkriegszeit und der Adenauer-Ära sind ebenso Thema wie die Entstehung von Gewalt in der von Terroristenfurcht aufgeheizten Bundesrepublik der 1970er-Jahre.

Zum hundertsten Geburtstag von Heinrich Böll

Heinrich Böll wäre am 21. Dezember 2017 hundert Jahre alt geworden. Er war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Jahre 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Seine Werke sind wichtige Zeugnisse des gesellschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland über fast ein halbes Jahrhundert. Bölls großes internationales Ansehen rührte nicht zuletzt von seinem unbestechlichen Engagement für Freiheit und Menschenrechte. Er setzte sich für Dissidenten in Osteuropa genauso ein wie für Flüchtlinge aus Vietnam.

Er war ein Humanist und ein kreativer, streitbarer Geist. Er legte sich mit der politischen Rechten wie der Linken an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit den Medien. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben. Wir wollen in den kommenden Wochen sowohl an das Engagement und Werk des Künstlers und Intellektuellen Heinrich Böll erinnern, als auch danach fragen, wie heute – unter veränderten Bedingungen – kritisches Engagement und öffentliche Einmischung möglich ist.


Eintritt: 7,00, erm. 5,00

Das gesamte Programm zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll

Film und Gespräch mit:

Joachim Valentin Direktor des Haus am Dom und apl. Professor für Christliche Religions- und Kulturtheorie an der J.W. Goethe Universität Frankfurt

Ansichten eines Clowns
Heinrich Böll und der deutsche Film
Film und Gespräch
Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:00 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt/Main
Kooperationspartner
Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt/Main

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