Armut von Alleinerziehenden
und Kindern: Was hilft?

27.03.2018, Frankfurt/Main

Seit Jahren ist bekannt, dass Alleinerziehende und ihre Kinder das höchste Armutsrisiko in Deutschland tragen. Jede fünfte Familie in Deutschland wird von Alleinerziehenden betreut und versorgt. 90 % dieser Alleinerziehenden sind Frauen.

Auch in Hessen haben alleinerziehende Frauen und ihre Kinder das höchste Armutsrisiko. Mehr als 40 % der Alleinerziehenden-Familien leben in Hessen unterhalb der Armutsgrenze in relativer Armut. Und das Armutsrisiko steigt weiter an, obwohl der Anteil an Erwerbstätigen in dieser Gruppe gestiegen ist.

Was bedeutet es, in unserer Gesellschaft in Armut zu leben? Warum ist das seit Jahren so und warum haben bisherige familienpolitische Maßnahmen offenkundig zu keiner Verbesserung dieses gesellschaftlichen Missstands geführt? Wird die geschlechterpolitische Dimension dabei zu wenig thematisiert?

Im Dezember 2017 hat sich die Arbeits- und Sozialministerkonferenz dafür ausgesprochen, die finanziellen Leistungen der Kinder- und Familienförderung grundsätzlich zu reformieren. In welche Richtung müssten diese Reformen gehen, um die Armut von Alleinerziehenden, und das heißt fast ausschließlich alleinerzeihenden Frauen und ihren Kindern am besten anzugehen und wirksam zu bekämpfen? Welche Unterstützung wünschen sich die Betroffenen?

Was ist über die materielle Absicherung hinaus nötig, um benachteiligten Frauen/Familien und ihren Kindern soziale und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen?

Diskussionsveranstaltung mit:

Sabine Andresen Professorin für Familienforschung und Sozialpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt

Gabi Bues stellvertr. Vorsitzende des hessischen Landesverbands alleinerziehender Mütter und Väter

Elke Malburg Abteilung Familie im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (angefragt)

Wolfgang Strengmann-Kuhn MdB Bündnis 90 /Die Grünen und Mitglied der familienpolitischen Kommission der Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation:

Pitt von Bebenburg Frankfurter Rundschau

Armut von Alleinerziehenden
und Kindern: Was hilft?
Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 27. März 2018, 19:00 Uhr
Haus am Dom, Domplatz 3, 60311, Frankfurt/Main