Chinesische Außenpolitik in Konfliktregionen

Reihe: Die Welt im Umbruch26.05.2021, Digital

Chinesische Außenpolitik in Konfliktregionen

China ist weltweit aktiv, auch in zahlreichen fragilen und konfliktanfälligen Staaten. Insbesondere im Rahmen der „Belt-and-Road-Initiative“ ist China treibender Akteur für großangelegte Infrastrukturinvestitionen. Durch diese Expansion wird China auch selbst immer häufiger und direkter in Konflikte verstrickt, wie aktuell etwa in Myanmar zu beobachten ist. Dies stellt neue Herausforderungen an Chinas Außenpolitik und zwingt zu Anpassungen, die selbst grundsätzliche Prinzipien wie das der Nichteinmischung in die Politik anderer Staaten in Frage stellen. Im Gespräch soll ausgeführt werden, wie sich Chinas Einfluss in Konfliktstaaten im Wechselspiel mit lokalen Interessen entfaltet, welche transformative Wirkung von chinesischen Infrastrukturprojekten ausgeht, und wo sich Zielüberschneidungen und Gegensätze mit europäischer Politik ergeben.

Zur Reihe „Die Welt im Umbruch“

Unsere Welt befindet sich im Umbruch. Globale Machtverschiebungen, Klimawandel, eine umstrittene europäische Sicherheitsarchitektur, gesellschaftliche Spaltungen und Proteste, das Ringen um internationale Normen und Institutionen: Der Wandel betrifft nahezu alle Bereiche unseres Zusammenlebens – global, national, lokal. Mal sind es Haarrisse, mal Sollbruchstellen, die sich offenbaren und einen neuen Umgang mit Problemen fordern. Mal besteht das Ziel darin, einen Bruch zu verhindern, mal erscheint der Umbruch als Ansatz für die Bewältigung einer Zukunftsherausforderung. Der Eindruck verstärkt sich: Umbrüche – ganz plötzliche, aber auch sich zunächst eher langsam vollziehende – fordern die Werte, Grundfeste und Handlungsoptionen unserer Gesellschaft und Politik heraus. Welchen Beitrag kann die Forschung dazu leisten diese Umbrüche bestmöglich zu begleiten? Was ist zukunftstauglich?

In den Fokusgesprächen „Welt im Umbruch“ diskutieren Friedens- und Konfliktforscher*innen aus Frankfurt mit renommierten Journalist*innen über Friedenshindernisse, Konfliktlinien und Zukunftsstrategien.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Maßnahmen gegen das Coronavirus ist eine persönliche Teilnahme nicht möglich. Verfolgen Sie das Gespräch per Livestream auf unserem Youtube-Kanal und diskutieren Sie mit: boell-hessen.de/YouTube

Zum Stream [YouTube]

Online-Gespräch mit:

Pascal Abb Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF)

Moderation:

Johnny Erling Journalist und Sinologe

Chinesische Außenpolitik in Konfliktregionen
Online-Gespräch
Mittwoch, 26. Mai 2021, 19:00 Uhr
Digital
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