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Ein Femizid pro Tag?

Was tun gegen häusliche Gewalt in Deutschland?
14.04.2026, Frankfurt
Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt sind auch in Deutschland eine erschreckende Realität. Allein im Jahr 2023 wurden 938 Frauen und Mädchen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes, 360 von ihnen kamen dabei ums Leben. Fast täglich wird eine Frau hierzulande getötet, zu einem sehr hohen Anteil durch die Hand ihres Ehemanns oder Partners. Die Veranstaltung beleuchtet die Hintergründe des Problems und widmet sich zudem besonders gefährdeten Gruppen, wie etwa Frauen auf der Flucht.
Beleuchtet werden strukturelle Ursachen und insbesondere die Bedeutung von Rollenbildern und patriarchalen Wertvorstellungen, die vor allem bei Jugendlichen eine große Konjunktur erleben. Betrachtet werden die typischen Umstände solcher Taten, aber auch das Agieren von Polizei und Justiz. Dabei steht vor allem die Frage im Fokus, wie wirksame Präventionsstrategien – insbesondere in Schulen und Jugendarbeit – aussehen. Wie können Gesellschaft, Bildung und Politik mutiger gegen diese Form der Gewalt vorgehen?

Diskussion mit:

Dr. Corina Apachiţe KI-Expertin mit persönlichem Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Gerhard Bereswill Polizeipräsident a.D. der Stadt Frankfurt

Gloria Schmid Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention, Frauenreferat der Stadt Frankfurt

Prof. Dr. Ute Zillig Professorin für Traumasensible Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences

Moderation:

Petra Boberg hr INFO

Ein Femizid pro Tag?
Was tun gegen häusliche Gewalt in Deutschland?
Diskussion
Dienstag, 14. April 2026, 19:00 Uhr
Evangelische Akademie, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main
Kooperationspartner
Eine Zusammenarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft