Rechter Rand oder Radikalisierung der Mitte?

Reihe: Die Welt im Umbruch13.07.2021, YouTube

Rechter Rand oder Radikalisierung der Mitte?

Im vergangenen Juni weiteten sich die Ermittlungen gegen hessische Polizisten wegen des Verdachts auf rechtsextreme Äußerungen aus. Disziplinarverfahren gegen Beamte mussten eingeleitet werden. Das SEK in Frankfurt wurde aufgelöst. Neun Tote in Hanau, der Mord an Walter Lübcke – all das geschah zwar in Hessen, hätte aber überall passieren können. Die rechtsextreme Mordserie des NSU hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Schon 1993 in Solingen und 1992 in Mölln starben Menschen durch Brandanschläge. Fragen, die bis heute nicht vollständig beantwortet wurden, lauten: Wie konnten die Täter sich derart radikalisieren? Warum haben die Sicherheitsbehörden versagt? Und wie gefährlich sind rechtsextreme Netzwerke? Welche sozialpolitischen Entscheidungen könnten helfen, Radikalisierungen zu verhindern und was können Wissenschaft und Bildung zur Prävention beitragen?

Zur Reihe „Die Welt im Umbruch“

Unsere Welt befindet sich im Umbruch. Globale Machtverschiebungen, Klimawandel, eine umstrittene europäische Sicherheitsarchitektur, gesellschaftliche Spaltungen und Proteste, das Ringen um internationale Normen und Institutionen: Der Wandel betrifft nahezu alle Bereiche unseres Zusammenlebens – global, national, lokal. Mal sind es Haarrisse, mal Sollbruchstellen, die sich offenbaren und einen neuen Umgang mit Problemen fordern. Mal besteht das Ziel darin, einen Bruch zu verhindern, mal erscheint der Umbruch als Ansatz für die Bewältigung einer Zukunftsherausforderung. Der Eindruck verstärkt sich: Umbrüche – ganz plötzliche, aber auch sich zunächst eher langsam vollziehende – fordern die Werte, Grundfeste und Handlungsoptionen unserer Gesellschaft und Politik heraus. Welchen Beitrag kann die Forschung dazu leisten diese Umbrüche bestmöglich zu begleiten? Was ist zukunftstauglich?

In den Fokusgesprächen „Die Welt im Umbruch“ diskutieren Friedens- und Konfliktforscher*innen aus Frankfurt mit renommierten Journalist*innen über Friedenshindernisse, Konfliktlinien und Zukunftsstrategien.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Maßnahmen gegen das Coronavirus ist eine persönliche Teilnahme nicht möglich. Verfolgen Sie das Gespräch per Livestream auf unserem Youtube-Kanal und diskutieren Sie mit: boell-hessen.de/YouTube

Online-Gespräch mit:

Julian Junk Leiter der Forschungsgruppe „Radikalisierung“ HFSK

Türkan Kanbicak Vorstandsmitglied Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

Moderatorin:

Katharina Iskandar Frankfurter Allgemeine Zeitung

Rechter Rand oder Radikalisierung der Mitte?
Online-Gespräch
Dienstag, 13. Juli 2021, 19:00 Uhr
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