Reihen & Projekte

Die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen führt jährlich etwa 30 bis 40 Veranstaltungsprojekte durch. Ein Teil davon wird in Kooperation mit unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern vor Ort realisiert.

Einige der Projekte werden im Rahmen des Stiftungsverbundes der Bundesstiftung und der 16 Landesstiftungen entwickelt und durchgeführt. Im Folgenden finden Sie die derzeit stattfindenden Reihen sowie die wichtigsten Projekte im Stiftungsverbund.

Böll Analytics

Mit welchen Begriffen beschreiben wir unsere Gegenwart? Die Vortrags- und Gesprächsreihe Böll Analytics widmet sich aktuellen Debatten entlang zentraler Schlagworte. Angesichts tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche wächst ein Gefühl der Widersprüchlichkeit und des Unbehagens – an der Moderne und am Fortschritt, an Demokratie und Pluralismus. Kaum eine Bewegung, die nicht durch ihr Gegenteil aufgehoben oder zumindest infrage gestellt wird.

Der Diagnose einer Politisierung der Gesellschaft steht der Rückzug in die Lebensform gegenüber, die Renaissance der Stadt existiert neben der Wiederentdeckung des Landlebens, Dekonstruktion tritt neben Rekonstruktion. Mit Gästen aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft bringt Böll Analytics Licht ins Dunkel der Gegenwartsphänomene und Zeitdiagnosen. In welcher Welt leben wir? Warum tauchen bestimmte Begriffe und Deutungsmuster gerade jetzt auf? Und was sagt dies über unsere Gesellschaft aus?

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Böll Economics

Foto: Rosmarie Voegtli; CC BY 2.0

Böll Economics befasst sich 2018 mit den Folgen von Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Die fortschreitende Digitalisierung ist mit weitreichenden Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Arbeitswelt insgesamt verbunden. Digitalisierung und Automatisierung durch selbststeuernde Anlagen und Roboter bis hin zu vollautomatisierten „Smart Factories“ im Produktionsbereich und durch intelligente Software und Algorithmen, Cloud-Computing-Systemen und Online-Plattformen im Dienstleistungsbereich werfen viele neue Fragen auf.

Dabei sollen in einem ersten Schritt die möglichen quantitativen Auswirkungen von Digitalisierung auf die Anzahl der Arbeitsplätze diskutiert werden. In weiteren Veranstaltungen sollen dann stärker die qualitativen Veränderungen von Arbeit einerseits im Bereich der Industrieproduktion, andererseits im Bereich der Dienstleistungen beleuchtet werden.

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Böll International

Zentrales Thema dieser Reihe sind die Konfliktlinien der internationalen Politik, wie regional begrenzte Kriege, bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen, Kämpfe um natürliche Ressourcen oder um den Zugang zu Bildung. Nach dem Ende des Kalten Krieges haben sich die Konfliktlagen verschoben: Wo frühere Konflikte im Zeichen der Blockkonfrontation zwischen Ost und West standen, beobachten wir heute komplexere, vielfältig motivierte Auseinandersetzungen.

Unser Interesse gilt dabei den Fortschritten und Rückschlägen der weltweiten Demokratiebewegung und der Lage der Menschenrechte. Böll International bietet Analysen und Debatten – über die Entwicklungen in der Türkei, die Lage in Syrien und in Afghanistan, über die Spannungen in der Ukraine und auf der Krim, über das Verhältnis zu China, aber auch über die aktuellen Tendenzen in den USA und insgesamt über Verschiebungen in den Beziehungen und Kräfteverhältnissen weltweit.

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Böll Kontrovers

Die Reihe Böll Kontrovers greift aktuelle gesellschaftliche Debatten jenseits der Fernsehtalkshow-Rituale auf und vertieft die Diskussion mit Gästen aus Kultur, Politik und Gesellschaft. Die Analyse gesellschaftlicher Strukturen und Machtverhältnisse ist hier genauso von Interesse wie die Frage nach emanzipatorischen Strategien und Spielräumen.

Von der Sexismus-Debatte bis zum „Fetisch Wirtschaftswachstum“, von Political Correctness bis zum Datenschutz – Böll Kontrovers beleuchtet Hintergründe und bringt unterschiedliche Perspektiven, Positionen und Argumentationen miteinander ins Gespräch.

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Eine Stadt für alle?

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Europa in Bewegung

Foto: Grzegorz Żukowski; CC BY-NC-SA 2.0

Die Europäische Union steht vor einer existenziellen Bewährungsprobe. Die Auseinandersetzungen um Griechenland und die europäische Austeritätspolitik, die Verhandlungen mit Großbritannien zur Vermeidung eines sogenannten Brexits und vor allem das zähe Ringen um eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik zeigen, wie groß die Differenzen innerhalb der Europäischen Union sind. Auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten finden teilweise tief greifende Umbruchprozesse statt, die von erheblichen Veränderungen in den politischen Parteiensystemen begleitet sind.

Die Reihe „Europa in Bewegung“ beleuchtet genauer die aktuellen Umbruchprozesse in einzelnen europäischen Ländern und fragt dabei nach den Kräften, die demokratische Reformprozesse in ihren jeweiligen Ländern tragen und Renationalisierungstendenzen entgegentreten können. 2017 finden eine Reihe von Wahlen in zentralen Gründungsstaaaten der Europäischen Union statt, deren Ausgang entscheidend für die Zuklunft der EU sein wird. Von daher wird unser Augenmerk zunächst auf den Niederlanden und Frankreich liegen.

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Flucht und Migration im Brennpunkt

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Grüner Salon

Wo stehen die Grünen? Mit den Grünen Salons bietet die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen ein Forum für die Diskussion um Programm, Strategie und Richtung der grünen Partei. Im Fokus stehen dabei gleichermaßen Fragen nach dem Verhältnis der Grünen zu den anderen Parteien, wie auch nach den grünen Vorstellungen und Inhalten von politischen Leitbegriffen:

Was ist ein grüner Begriff von Freiheit, von Gleichheit, von Gerechtigkeit? Verstehen die Grünen sich als liberal oder als libertär, als Mitte-links oder als linke Mitte, als ordoliberal oder als staatsinterventionistisch – und was bedeutet dies im Einzelnen? Und wie entwickeln die Grünen ihr Selbstverständnis nach der Bundestagswahl 2013 weiter?

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Ladies Lunch

Der Ladies Lunch existiert bereits seit 1999 und ist zum Treffpunkt für engagierte Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen geworden. Er soll Frauen aus dem frauenpolitischen und aus dem Grünen-nahen Umfeld ein Forum für Austausch und Reflexion von aktuellen und grundlegenden gesellschaftlichen Fragen aus geschlechterpolitischer Perspektive bieten und zur Vernetzung beitragen.

Der halböffentliche Rahmen bei Wein und Snacks lädt dazu ein, in offener Atmosphäre Gedanken auch mal „ins Unreine“ zu artikulieren und die Trennung von privat und öffentlich, von persönlich und politisch zu hinterfragen.

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Symposium

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Zum hundertsten Geburtstag von Heinrich Böll

Foto: René Böll. All rights reserved.

Heinrich Böll wäre am 21. Dezember 2017 hundert Jahre alt geworden. Er war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Jahre 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Seine Werke sind wichtige Zeugnisse des gesellschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland über fast ein halbes Jahrhundert. Bölls großes internationales Ansehen rührte nicht zuletzt von seinem unbestechlichen Engagement für Freiheit und Menschenrechte. Er setzte sich für Dissidenten in Osteuropa genauso ein wie für Flüchtlinge aus Vietnam.

Er war ein Humanist und ein kreativer, streitbarer Geist. Er legte sich mit der politischen Rechten wie der Linken an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit den Medien. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben. Wir wollen in den kommenden Wochen sowohl an das Engagement und Werk des Künstlers und Intellektuellen Heinrich Böll erinnern, als auch danach fragen, wie heute - unter veränderten Bedingungen - kritisches Engagement und öffentliche Einmischung möglich ist.

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GreenCampus

Vom Wissen zum Handeln: Green Campus ist die Weiterbildungsakademie der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrer Landestiftungen und bietet Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote insbesondere in den Kernbereichen Politikmanagement, politische Personalentwicklung sowie Gender und Diversity Management an.

Ziel ist es, gesellschaftspolitisch engagierten Menschen und Organisationen die Möglichkeit zu bieten, Kompetenzen zielgerichtet weiter zu entwickeln.

Die zahlreichen Angebote von Green Campus finden Sie hier

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Gut vertreten? Update für Demokratie

Gut vertreten?

Immer wieder wird festgestellt, dass es einen spürbaren Vertrauensverlust in wichtige demokratische Institutionen gibt. Viele sehen sich nicht allzu »gut vertreten«. Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, was verbessert werden muss und sollte.

Update für Demokratie!

Innerhalb des Projekts »Gut vertreten? Update für Demokratie« beschäftigen wir uns in der Heinrich-Böll-Stiftung bundesweit mit den Baustellen der Demokratie.

Wir laden von Dresden bis Mainz, von Greifswald bis Freiburg ein, über grundlegende Zukunftsfragen der Demokratie miteinander zu debattieren: Wie befördern wir eine neue demokratische Kultur, die von einem starken Verhältnis zwischen Repräsentation und Bürgerbeteiligung lebt? Wie sieht die Zukunft der politischen Parteien aus? Was unternehmen wir gegen die zunehmende soziale Spaltung, die verstärkt in der politischen Beteiligung deutlich wird? Wir laden ein zu Fachgesprächen und öffentlichen Grundsatzdebatten, in denen die unterschiedlichen Themen mit kompetenten Gästen diskutiert werden. Reden Sie mit!

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