Solidarität_aber Wie?

Welche Rolle spielen Emotionen, Regeln, Infrastrukturen?
Reihe: DenkArt08.06.2021, Digital

Mehr denn je brauchen wir in Zeiten von Corona einen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Jeder ist in dieser Krisensituation gefragt, Verantwortung auch für andere zu übernehmen, jeder muss sich beteiligen, wenn es gilt, die wirtschaftlichen Folgen gemeinsam zu tragen. Doch seit zwanzig Jahren zeichnet sich in unserer Gesellschaft eine Entwicklung ab, die unsere Öffentlichkeit in partielle Interessengruppen zerfallen lässt. Parallelwelten tun sich auf, Blasen, in denen wir uns einrichten und zugleich abgrenzen. Sei es in Fragen der Religion, der Herkunft, der sozialen Stellung, der politischen Haltung, des eigenen Lebensstils: die Gesellschaft ist divers und droht in dieser Vielfalt als Gemeinschaft zu zerfallen. Was verbindet uns noch, wenn Fake-News keine Wahrheit mehr zulassen, wenn Werte strittig geworden sind, wenn Meinungen statt Argumente zählen, wenn das Soziale uns immer mehr spaltet? Nur mit Solidarität werden wir die Aufgaben der Zukunft bewältigen und nur mit Solidarität lassen sich die demokratischen Rechte schützen: Aber wie ist Solidarität heute überhaupt noch möglich?

Zur Reihe DENKArt

Ziel der Reihe „DenkArt“ ist, die öffentliche Debattenkultur zu pflegen und einen partizipativen Diskursraum für gesell- schaftliche Themen der Gegenwart zu eröffnen – in diesem Frühjahr unter dem Titel „Solidarität_aber wie?“. Kontroversen und Konflikte gehören zu einer Demokratie, die in der öffentlichen Debatte immer wieder das stichhaltige Argument und die Einheit in der Vielfalt sucht. Wohin Slogans statt Debatten, Vorurteile statt Vertrauen führen, das lehrt uns die eigene Vergangenheit. Daher sind wir alle gefragt, für die politische Kultur Verantwortung zu tragen. Anstelle eines flüchtigen Austauschs von Meinungen oder vorschnellen Urteilen sollen bei „DenkArt“ die Analyse und kritische Betrachtung zu ihrem Recht kommen.

In „DenkArt“ befragen wir Philosoph*innen, Autor*innen, Journalist*innen, Soziologen*innen u.a. zu zentralen Fragen der Gegenwart und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum.

mit:

Sighard Neckel Soziologe

Moderation:

Rebecca Caroline Schmidt Geschäftsführerin des Forschungsverbundes Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Solidarität_aber Wie?
Welche Rolle spielen Emotionen, Regeln, Infrastrukturen?
Dienstag, 08. Juni 2021, 19:30 Uhr
Digital
Kooperationspartner
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Katholischen Akademie Rabanus Maurus, Normative Orders - Forschungsverbund der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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